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Schiefbahn gestern und heute
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| um 1430 |
Um 1430 taucht erstmals der
Flurname „Schyffbaen“ (bis dahin
„Unterbroich“) für ein Gebiet auf, welches
sich nördlich eines alten Rheinarmes
erstreckte. Dieser Rheinarm ging noch bis
1254 an Schiefbahn vorbei, versumpfte,
vermoderte und vertorfte und ließ ein großes
Bruchgebiet entstehen . Schiefbahn verdankt seine
Entwicklung wohl hauptsächlich der Lage an
diesem Rheinarm, an dem sich schon in frühgeschichtlicher Zeit
ein Weg
entwickelte, der Rhein und Maas verband. |
| 1458 |
1458
wird erstmals eine Kapelle erwähnt, die dem hl. Hubertus
geweiht
war und lange Wallfahrtsziel war. Um sie herum siedelten sich viele
Menschen
an. |
| nach 1500 |
Nach
1500 wurde „Schiefbahn“ zum offiziellen Ortsnamen.
Die Gemeinde
unterstand zu diesem Zeitpunkt dem Kurfürstentum Köln
(1299–1794). Aufgrund
seiner Lage an der Handelsstraße erhielt Schiefbahn um 1590
eine Befestigungsanlage mit Wall, Graben und drei Toren, deren Lage
sich z.T.
noch an den heutigen Straßennamen (z.B. Wallgraben) erkennen
lässt. |
| ab 1794 |
Von
1794–1813 war Schiefbahn französische
„Mairie“. Im Mundartlichen
gibt es immer noch französische Ausdrücke. Auch der
von Napoleon – er besuchte
Schiefbahn am 12. September 1804 – initiierte, doch nie
vollendete, Nordkanal
(im Bett des früheren Rheinarmes) ist in dieser Zeit
entstanden. 1856 fuhr das
letzte Kohlenschiff auf dem Abschnitt zwischen Neuss und Neersen. |
| ab 1815 |
Ab
1815 war Schiefbahn selbstständige Gemeinde. Das
wirtschaftliche Leben Schiefbahns wurde später auch durch die
Hausweberei
geprägt, welche Ende des 19. Jahrhunderts weitgehend in die
Textilindustrie
überging. Die Industrielle Revolution zeigte sich in Schiefbahn durch die Gründung (1889) der Mechanischen Seidenweberei Deuß & Oetker (später Verseidag). Hier stand zeitweise der größte Websaal Europas. Ein Teil der Außenmauern ist noch heute als Denkmal im Wohngebiet in der Nähe des St. Bernhard-Gymnasiums zu sehen. Im Park des Gymnasiums befindet sich der ehemalige Sommersitz des Seidenfabrikanten Albert Oetker, die sogenannte „Villa“. Nach 1945 wurde ein Industriegebiet am Nordkanal eröffnet. Auch in Niederheide, hinter dem ehemaligen Bahnhof, entstanden industrielle Anlagen. |
| 1. Januar 1970 | wurde
Schiefbahn im Rahmen der kommunalen Neugliederung Stadtteil der Stadt
Willich. Während in alter Zeit die Einwohner Schiefbahns sich von der Landwirtschaft ernährten, bekam besonders im 19. Jahrhundert die Hausweberei größere Bedeutung. Diese wurde 1889 schließlich weitgehend von der Seidenfabrik Deuß & Oetker, der späteren Verseidag, abgelöst In jüngster Zeit haben sich viele neue Industriezweige in Schiefbahn angesiedelt. |
um 1400 |
![]() Die Anfänge des kirchlichen Lebens sind aus der, dem heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Jäger und Schützen, geweihten Kapelle hervorgegangen. Das Alter dieser Kapelle, die zur Pfarre Anrath gehörte, reicht in die Zeit um 1400. Da sich um diese Kapelle viele Menschen angesiedelt hatten und der weite Weg nach Anrath für viele nicht zumutbar war, wurde Schiefbahn 1548 zur selbstständigen Pfarre erhoben. Aus dieser Zeit stammt der in unserer Kirche noch vorhandene Taufstein.. |
| 1598 | 1598
wurde die Kapelle zur Pfarrkirche
erweitert. Hubertuskirchen waren im späten Mittelalter
Wallfahrtskirchen. Der
heilige Hubertus wurde um Hilfe bei Tollwut und Wahnsinn angerufen. Um
die
Hunde zu schützen wurden sie nach Schiefbahn gebracht und dort
u. |
| 1853 |
1853 wurde auch diese Kirche zu klein. Man riss sie ab und es wurde mit dem Bau unserer jetzigen Kirche begonnen. Besonders verdient um den Bau machte sich der damalige Pfarrer Schnorrenberg, an den heute eine Straße in Schiefbahn erinnert. |
| 4.Nov. 1855 | wurde
das erste Hochamt in der neuen Kirche gefeiert. |
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Bis
heute hat die Kirche viele Um- und Anbauten erfahren. Die wohl
stärksten Änderungen wurden in der Amtszeit von
Pfarrer Dr. Brück (Pfarrer von
1957-1984) vorgenommen. Neben dem Anbau des Querschiffes und der
Sakristeiräume
wurde u. |
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| Heute
gehört die Pfarre St. Hubertus zur
„Gemeinschaft der Gemeinden Willich“ (GdG Willich).
Hier sind die Pfarren |